Indigokinder und ADHS

30. Juni 2010 von

Soeben ist eine neue SpezialEdition des Longsellers „Die Matrix der SelbstHeilung“ mit einem völlig neuen Ansatz zum Thema ADHS (das sog. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, auch Hyperaktivitätsstörung genannt) erschienen. Während meist von einer krankhaften Störung bei betroffenen Kindern ausgegangen wird, geht der Autor des Buchs, Raphael Stella, davon aus, dass in Wirklichkeit nicht die betroffenen Kinder, sondern deren Umfelder gestört sind.

Der Hintergrund:

ADHS wird häufig bei sog. „Indigokindern“ diagnostiziert („Indigokind“ ist für viele Schulmediziner ein Fremdwort). Die Hyperaktivität dieser Kinder ist auf deren ausgeprägte Sensibilität oder sogar Sensitivität zurückzuführen. Es handelt sich um eine systemische Problematik durch intensive Verbundenheit mit der Umwelt ohne die Möglichkeit bewusster Distanz. Solche Kinder – aber auch Erwachsene mit entsprechenden Symptomen – spiegeln unbewusst nur den gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustand: geistig-mentale Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten durch unübersichtlich viele Konsum-und Medien-Angebote, virtuelle Spielewelten, Abgrenzungsprobleme etc.

In Wirklichkeit handelt es sich also keinesfalls um ein „Aufmerksamkeits-Defizit“, sondern um das genaue Gegenteil. Die Begriffe ADS und ADHS, die ein angebliches „Aufmerksamkeitsdefizit“ und/oder „Hyperaktivität“ sprachlich auf die betroffenen Kinder projizieren, sind bei tiefer Betrachtung schlicht falsch und verdecken die tieferen Ursachen der so etikettierten Symptomatik.

Viele Eltern, die mit der Problematik konfrontiert sind, müssen erleben, dass Behandlungsansätze, die auf diesem „falschen Etikett“ beruhen, nicht wirklich funktionieren. Das ist auch kein Wunder: Wie will man eine Problematik lösen, wenn man schon im Ansatz von falschen Voraussetzungen ausgeht?

Die ADHS-Symptomatik – ganz gleich, ob bei Kindern oder Erwachsenen – muss daher tiefer betrachtet werden, will man sie wirklich auflösen.

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