Alzheimer, Depression – Gunter Sachs wählt Freitod

8. Mai 2011 von

Trauer um einen schillenden, vielschichtigen Mann, der viel mehr war als der „Playboy“, als der er immer wieder dargestellt wurde:  Gunter Sachs wählte am Ende – wie schon sein Vater Willy Sachs – den Freitod. Er wurde 78 Jahre alt.

Millionenerbe, Lebemann, Astrologe, Fotograf, Kunstsammler, Jet-Set-Ikone, Ururenkel des Opel-Gründers Adam Opel, Liebhaber und Ehemann von Brigitte Bardot, Familienmensch und Vater, Geschäftsmann, Privatier … Die Persönlichkeit Gunter Sachs hatte viele Facetten – und er hatte die finanziellen Mittel, diese auch bis zur Neige auszukosten. Mit seinem „Institut zur empirischen und mathematischen Untersuchung des möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie in Bezug auf den menschlichen Charakter“ belegte er in Studien den Wahrheitsgehalt einer alten Kunst.

Erneut werden viele Menschen fragen: Warum wählt ein so reicher, so beliebter, so populärer und scheinbar wunschlos glücklicher Mensch den Freitod? Warum bringt sich ein solcher Mensch um?

Die Frage klärt sich schnell, wenn man weiß, dass Gunter Sachs an Alzheimer erkrankt war und schon seit jungen Jahren unter Depressionen gelitten haben soll. Eine tiefe Depression – und das tiefe schwarze Loch in das viele Depressive fallen – relativiert alle weltlichen Errungenschaften. Und: Das schwarze Loch der Sinnlosigkeit ereilt Menschen oft gerade dann, wenn sie die weltlichen Genüsse voll ausgekostet haben und im hohen Alter erkennen müssen: Damit ist es jetzt vorbei – unwiderruflich. Kann das alles gewesen sein?

An diesem Punkt wäre eine ganz neue Ebene der persönlichen Entwicklung not-wendig.

Sachs‘ Freundin Inga Griese schreibt in der „Welt“ zu seinem Tod: „… dass ausgerechnet der Mann mit dem ausgeprägten Sinn und Auge für Schönheit seinem Leben ein auch optisch zerstörerisches Ende setzt, scheint eine besonders böse Ironie des Schicksals. (…) Er war bisweilen melancholisch, auch depressiv in jungen Jahren schon, aber verstand es, die Dämonen im Zaum zu halten.“

Alzheimer zieht oft auch Depression nach sich. Es ist leider so, dass Depressive in der Schulmedizin – abgesehen von Medikamenten – kaum wirksame Hilfe im Sinne echter Heilung finden. Der geistig-spirituelle Hintergrund von Depressions-Erkrankungen spielt in der Schulmedizin leider kaum eine Rolle – damit beschäftigen sich vor allem Komplementärmediziner, auch manche Heilpraktiker, die sich auf Psychotherapie spezialisiert haben. Dabei könnten allein schon tiefer gehende Informationen zur Grundresonanz der inneren Problematik bei Depressions-Erkrankungen sowie intuitives Heilerwissen zu den Schlüsselelementen bei der Heilung von Depression vielen Erkrankten eine völlig neue Perspektive auf ihre Krankheit eröffnen.

Mehr noch: Solche Informationen könnten Menschen sogar dazu befähigen, bewusst eine “Matrix der SelbstHeilung” für sich selbst zu kreieren. Eine “Matrix der Selbstheilung” für sich selbst zu kreieren – zwecks QuantenSelbstHeilung -, das ist für unser Gesundheitssystem ein relativ neuer Ansatz, der jedoch immer mehr Anhänger gewinnt.

Der Sachs-Selbstmord ist nach der aktuellen Statistik für Todesursachen Symbol für einen allgemeinen Trend: Immer mehr ältere Männer entscheiden sich für Suizid, vor allem bei Krankheit. Die höchste Steigerung wird bei den 80- bis 85-jährigen verzeichnet. Davor stand oft die Diagnose Depression.

Einen umfangreichen Fachbeitrag zum Thema Depression und wie man diese heute mit neuen komplementären Ansätzen – und auch mit Quantenheilung – kausal zu heilen versucht, finden Sie hier.

Im Folgenden dokumentieren wir abschließend den bewegenden Abschieds-Brief von Gunter Sachs:

„In den letzten Monaten habe ich durch die Lektüre einschlägiger Publikationen erkannt, an der ausweglosen Krankheit A. zu erkranken.
Ich stelle dies heute noch in keiner Weise durch ein Fehlen oder einen Rückgang meines logischen Denkens fest – jedoch an einer wachsenden Vergesslichkeit wie auch an der rapiden Verschlechterung meines Gedächtnisses und dem meiner Bildung entsprechenden Sprachschatzes. Dies führt schon jetzt zu gelegentlichen Verzögerungen in Konversationen.
Jene Bedrohung galt mir schon immer als einziges Kriterium, meinem Leben ein Ende zu setzen. Ich habe mich großen Herausforderungen stets gestellt.
Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten.
Ich danke meiner lieben Ehefrau und meiner engsten Familie sowie meinen in tiefer Freundschaft verbundenen Weggefährten, mein Leben wundervoll bereichert zu haben“.

Gunter Sachs

„Spiegel online“ schreibt:

„Das Leben, es war für Gunter Sachs ein Gesamtkunstwerk. Er war in Schweinfurt zur Welt gekommen, aber bald lebte er nur noch in der von ihm selbst entdeckten und gestalteten Welt zwischen St. Tropez und St. Moritz. Ein Parallelkosmos, in dem alles Hässliche Hausverbot hatte.“

Dieses Hausverbot endete jetzt mit dem Tod von Gunter Sachs. Die Schatten auszublenden, zu verdrängen, das kann einem Menschen immer nur für mehr oder weniger kurze Zeit gelingen. Insofern handelt es sich nicht um eine „Ironie des Schicksals“, sondern um die Bestätigung eines universellen Lebensgesetzes, das sich – wie früher oder später immer – wieder in Erinnerung gebracht hat.

RIP

Depression im Fokus: Was ist das wahre Problem depressiver Menschen?

12. November 2009 von

Durch den Freitod des sympathischen Spitzensportlers Robert Enke und  das tragische Ende von Michael Jackson rückte Depression in letzter Zeit verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit … Fast alle Kommentare allerdings gehen am Kern des Problems vorbei. Es sind nicht die Gene, die letztlich Depression bewirken, auch schwere Schicksalsschläge werden von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich verarbeitet und müssen nicht zwangsläufig in die Depression führen …

Die Frage ist doch: Warum suchen eigentlich immer wieder Menschen den Tod, die von außen betrachtet scheinbar doch „alles“ zu haben scheinen – Fans, Groupies, Geld, äußeren Erfolg in allen nur denkbaren Facetten?

Depression wird hierzulande vor allem mit Antidepressiva – mit chemischen Mitteln also – behandelt. Heilbar aber sind Depressionen so natürlich nicht – die Chemikalien unterdrücken die Symptome nur. Die Krankheit aber bleibt – oft ein Leben lang.

Warum sind so viele Stars, Models,  Spitzensportler, depressiv, drogensüchtig und/oder schwer schlafgestört? Was macht sie so fertig?

Großer Erfolg führt – je jünger, desto schneller – häufig zu einem scheinbaren Verlust der tieferen Identität. Es fühlt sich an, als hätte man seine Seele verkauft für den Erfolg. Die alles entscheidende Frage – „Wer bin ich“ – können solche Menschen oft gar nicht mehr wirklich beantworten … Denn es sind jetzt die Fans, die Kollegen, die Medien, die die Identität eines prominenten Menschen öffentlich definieren.

Es ist dann gerade der äußere Erfolg, der fast immer dazu führt, dass der ach so sehr vom Erfolg Verwöhnte seine Identität jetzt auch selbst nur noch an eben diesem äußeren Erfolg festmacht. Robert Enke beispielsweise hatte Angst, sich seinen Mannschafts-Kameraden zu offenbaren – er fürchtete die möglichen Konsequenzen, den Absturz in der öffentlichen Meinung. Sogar der Tod schien ihm angenehmer als diese Konsequenz – eine Konsequenz, die ihn bei genauer Betrachtung letztlich sogar gerettet hätte.

Eine andere mögliche Variante, denkt man etwa an Michael Jackson: Irgendwann ist der Unterschied zwischen der echten und der öffentlich projizierten Identität so groß, dass Selbstmord – auch ein Selbstmord auf Raten mit Medikamenten, Drogen, Alkohol – als angenehme Alternative zum völlig falschen Leben erscheint. Es hat mit Identität zu tun – genauer: mit dem scheinbaren Verlust von Identität.

Natürlich muss man nicht unbedingt prominent sein, um seine wahre Identität zeitweise zu vergessen … Verlieren kann man seine tiefere, seine wahre Identität ja nicht wirklich. Sie bleibt immer da, im Hintergrund. Sie wartet – auf das Erwachen.

Und ein Absturz in der öffentlichen Meinung – auch diese Erfahrung haben eine Reihe von Prominenten gemacht – kann zum Erwachen führen.

Robert Enke soll vor seinem Tod gesagt haben: „Ich weiß nicht, ob jemand das Leben lenkt. Aber so viel weiß ich: Man kann es nicht ändern.“

Genau das ist der große Irrtum so vieler. Man kann, ja, man muss in seinem Leben sogar etwas Grundlegendes ändern, wenn man als Prominenter seine wahre Identität – und sein Leben – finden oder bewahren will.

Depressive Menschen, ob prominent oder nicht,  haben ganz einfach ihre wahre Identität vergessen. Doch die Erkenntnis der wahren Identität, der heiligen Identität, die unter allen äußeren Erfolgen liegt, würde Gefühle der Wertlosigkeit, Versagensängst, Todessehnsucht und auch Angst vor der öffentlichen Meinung sofort auflösen.

Dein Heiliges Selbst – Robert, Du weißt es jetzt – war und ist für immer unantastbar. Und in der Perspektive dieser wahren Identität, im Licht Deines höheren Bewusstseins, wird Depression immer sofort als Schimäre, als Schattenspiel, als Illusion erkannt.

Das aber bedeutet: Es ist nicht wahr, dass Depression nicht heilbar ist. Es gibt – unter dem Stichwort QuantenSelbstHeilung – sogar Möglichkeiten der Selbsthilfe.

Depression ist heilbar. Natürlich. Mehr dazu hier.

bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark